Oberfrankens Grüne wählen Bezirksvorstand neu

Forchheim. Im Rahmen der Bezirksdelegiertenversammlung haben die oberfränkischen Grünen am vergangenen Samstag ihren Bezirksvorstand neu gewählt. Neben der im Amt bestätigten Christine Schoerner aus Hof steht nun Gerhard Schmid aus Bischberg (Landkreis Bamberg) an der Spitze der Grünen im Bezirk.

In ihrer Bewerbungsrede um zwei weitere Jahre im Bezirksvorstand monierte Schoerner, dass „die Region Probleme mit dem demographischen Wandel hat, liegt nicht daran, dass wir zu wenige Straßen oder Regionalflugplätze haben“, sondern dies sei darin begründet, dass in die falsche Infrastruktur investiert würde. Man müsse sich der Konsequenzen dieser Politik klar sein: „Viele Schulen müssen zukünftig auf dem Lande schließen, der öffentliche Nahverkehr nimmt dadurch Schaden. Familien würden somit diese Orte meiden, die Preise der Immobilien würden fallen, ärztliche Versorgung und Einzelhandel wären nicht mehr gesichert.“

Die Chancen, Oberfranken voranzubringen, würden aus ideologischen Gründen nicht genutzt, ergänzte der neue Co-Vorsitzende Gerhard Schmid. So würden durch die angekündigte 10 H Regelung und das neue EE-Gesetz Millioneninvestitionen in Oberfranken ausgebremst, mit starken Jobverlusten für Oberfranken in der Branche. Ein weiteres Beispiel sei der Steigerwald. Hier versperre sich die Staatsregierung aus Angst vor den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie. Während in Baden-Württemberg in kurzer Zeit ein Nationalpark inklusiver neuer Jobs umgesetzt wurde, schaffe es die CSU in derselben Zeit nicht einmal, eine Machbarkeitsstudie und Bürgerbeteiligung auf den Weg zu bringen. „Hier zeigt sich, dass grüne Politik Zukunftspolitik ist“, betonte Schmid.

Auch den Breitbandausbau habe die Staatsregierung über Jahre verschlafen und selbst jetzt reichen die Gelder nicht für das Notwendige aus. „Wir brauchen eine digitale Agenda“, forderte Schmid. Für die Staatsregierung sei die Digitalwirtschaft selbst nach über 30 Jahren Internet immer noch Neuland. Und Christine Schoerner ergänzte: „Mit den aktuellen Vertragsinhalten von TTIP und CETA sowie den Plänen der zu Fracking würde die CSU die oberfränkischen Bauern, den Mittelstand, die Imker, die Verbraucherrechte unserer Bürger unnötigen Risiken aussetzen.“

In den nächsten zwei Jahren werde der neue Vorstand der oberfränkischen Bevölkerung verstärkt Grüne Alternativkonzepte aufzeigen, sowie offenlegen, wie zukunftsfeindlich sich die Politik der CSU auf Oberfranken auswirke.

Neben der Coburgerin Ina Sinterhauf, die als Kassierin bestätigt wurde, bleibt Valentin Motschmann (Lichtenfels) Beisitzer des Vorstandes. Sabine Steiniger (Bayreuth) wurde als Rechnungsprüferin wiedergewählt, Siegbert Koch (Lichtenfels) hierzu neu gewählt.

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